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Das Leasing-ABC

Produktivität und Innovation sind für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens entscheidend. Daher ist es wichtig, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Vor allem Hard- und Software bzw. komplette IT-Systeme sind aber oft nach wenigen Jahren schon veraltet. Leasing hilft, gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten, mittelständischen Unternehmen dabei wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn: Leasing ist eine kapitalschonende Finanzierungsmethode und hilft, eine rentable Investition innerhalb eines rasanten Modernisierungszyklus zu tätigen. Ralf Marquardt, Geschäftsführer der Leasinggesellschaft FML, erklärt die wichtigsten Leasing-Begriffe. 

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Viel Laster für wenig Zaster!

 

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Aufmerksamkeit ist heute die wichtigste Kommunikationswährung!

Gastbeitrag: ESD-Mitglied Thomas Scholz

Wie schaffen Sie es, bei einem potenziellen Kunden Aufmerksamkeit zu erzeugen, damit er sich ausführlicher mit Ihrem Angebot beschäftigt?


Aufmerksamkeit ist heute die wichtigste Kommunikationswährung! Ohne Aufmerksamkeit kommt Ihre Werbebotschaft bei einem potenziellen Kunden gar nicht an. Das bedeutet konkret: Ihr Werbebudget verpufft „sinn-los”. Um neue Kunden anzuziehen, sollte daher Ihr vorrangiges Kommunikationsziel sein ...

1. Aufmerksamkeit zu erzeugen, damit sich die Zielgruppe mit Ihrem Angebot beschäftigt.
2. Ihre Marke in enger Verbindung mit Ihrer Kern- bzw. Markenbotschaft in der Wahrnehmung Ihrer Ideal-Zielgruppe zu verankern.

Nur so haben Sie in einer Zeit der zunehmenden Informationsflut und des immer härter werdenden Verdrängungswettbewerbs die Chance, dass sich ein potenzieller Kunde zum Zeitpunkt seines Bedarfs an Sie erinnert. Denn nur wenn Sie ihm in den „Sinn” kommen, kann er Ihr Angebot in seine Kaufentscheidung einbeziehen.

 

Wie entsteht eigentlich Aufmerksamkeit?

Aufmerksamkeit entsteht durch eine Irritation bzw. Erregung des Gehirns, mit der Sie den Filter des „Normalen” im Gehirn ihres potenziellen Kunden durchdringen. Hirnforscher haben festgestellt: Aufmerksamkeit wird durch das Zusammenwirken von Wahrnehmung durch Sinnesreize und durch Erinnerung (= Erfahrungen + Erwartungen) erzeugt.

 

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"Legales Dopingmittel" für mehr Aufmerksamkeit (ESD-Sonderaktion bis 31.8.)

Heute möchten wir Ihnen einen neuen Vorteilspartner vorstellen: Die Agentur „Denkanstoss.
Marketing und Kommunikation” aus Neumarkt in der Oberpfalz.

Denkanstoss bietet u.a. ein interessantes Produkt an, mit dem Unternehmer ihre Zielgruppe anders und emotional ansprechen, deren Aufmerksamkeit steigern und dadurch ihr Angebot zielgerichteter und nachhaltiger kommunizieren können ... Das „Firmen-Medikament”.

Bisher fast 1 Million verkaufte Firmen-Medikamente, ausschließlich positives Feedback begeisterter Kunden aus verschiedenen Branchen aller Größenordnungen, mehrmalige Nachbestellungen sowie tolle Aktionen und Erfolge sind der beste Beweis: es wirkt.

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Neuer Rahmenvertrag für ESD-Mitglieder: UPSToday.com/de

Die effiziente, schnelle und sichere Lösung für den Versand Ihrer Dokumente und Pakete - sichern Sie sich als ESD-Mitglied 10 % Vorteilsrabatt auf Ihren Versand.

Egal, ob Sie in die nächstgelegene Stadt, ein anderes Land oder einen anderen Kontinent versenden möchten, mit UPSToday.com/de (Versand über den Dienstleister Parcel2Go) ist die Sendungserstellung ein Kinderspiel. Profitieren Sie von der Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und verbesserten Versandfunktionen.

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ESD UnternehmerTipp | BZSt warnt vor kostenpflichtigen Angeboten zur ID-Nummern-Registrierung

Deutschlandweit erhalten Unternehmer momentan amtlich aussehende Schreiben, in denen ihnen eine kostenpflichtige Registrierung, Erfassung und Veröffentlichung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern (USt-ID-Nummern) angeboten wird. Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) weist aktuell darauf hin, dass diese Schreiben weder vom BZSt noch von anderen amtlichen Stellen stammen. Die Vergabe von USt-ID-Nummern erfolgt durch das BZSt stets kostenfrei.

Hinweis: Eine USt-ID-Nummer ist für Unternehmer mit grenzüberschreitenden Lieferbeziehungen erforderlich, die beispielsweise Waren in das übrige Gemeinschaftsgebiet liefern oder Lieferungen im Rahmen von innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften ausführen.

Das BZSt weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass Unternehmer die USt-ID-Nummer bei einer Firmenneugründung direkt bei ihrem zuständigen Finanzamt be-antragen können. Dies geschieht durch Ankreuzen eines entsprechenden Feldes im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“, den der Neugründer zur Anzeige seiner geschäftlichen Aktivitäten ohnehin einreichen muss.

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Geschichte – Fortschritt – Zukunft | ISDN im Wandel

Gastbeitrag: ESD-Mitglied Teleforte

Bringt die Umstellung auf einen IP-Anschluss tatsächlich mehr für mich oder profitieren vom Wechsel in erster Linie nur die Telefonanbieter?

Rückblick - 1989 begann der offizielle Betrieb des nationalen ISDN nach dem 1TR6-Standard (später DSS1). Deutschland war damit der Vorreiter für ISDN in Europa. Nachdem bis zum Mai 1994 die notwendigen Anpassungen in den Vermittlungsstellen abgeschlossen waren, war Euro-ISDN in Deutschland kommerziell verfügbar. Seit September 1995 ist das Telefonnetz so weit digitalisiert, dass ISDN flächendeckend verfügbar ist. Mit der Digitalisierung des bis dahin seit 100 Jahren analogen Telefonnetzes setzte sich die Bundesrepublik und ihre Telekommunikationsunternehmen an die Spitze im Zukunftsmarkt Telekommunikation...

Über 25 Jahre später stehen wir heute nun vor dem nächsten Schritt in Richtung digitaler Fortschritt. Langsames Internet, aufwändige Telekommunikationstechnik in den Räumlichkeiten der Kunden sowie ständige Speicherplatznot sollen künftig ökonomischer gelöst werden können. So wurden über die letzten Monate zahlreiche Kunden von Ihrem Anbieter kontaktiert um Sie über den Wechsel der herkömmliche Festnetztelefonie (analog und ISDN) auf das Internet Protokoll (IP) zu informieren. Die Umstellung soll bis Ende 2018 vollzogen sein.

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ESD UnternehmerTipp | Künstlersozialabgabe: Das müssen Sie wissen

Viele Unternehmer wissen nicht, dass sie Künstlersozialabgabe zahlen müssen. Schließlich haben sie rein gar nichts mit Künstlern zu – meinen sie zumindest. Dabei kann schon der Auftrag an eine Werbeagentur oder einen Webdesigner eine Künstlersozialabgabe bewirken. Zu den Künstlern und Publizisten gehören nicht nur Sänger oder Journalisten, sondern auch Webdesigner, Werbefotografen oder diejenigen, die Ihre Werbung oder die Verpackung Ihrer Produkte gestalten. Wer muss Künstlersozialabgabe zahlen? Unterschieden werden 3 Arten von Unternehmen:

Typische Verwerter

Das sind Betriebe, die typischerweise künstlerische oder publizistische Werke oder Leistungen verwerten, also zum Beispiel Werbeagenturen, Verlage und Kunsthändler.

„„Betriebe, die Werbung für sich selbst betreiben

Künstlersozialabgabe müssen auch Betriebe zahlen, die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für das eigene Unternehmen betreiben. Voraussetzung ist, dass sie dafür „nicht nur gelegentlich“ selbstständige Künstler oder Publizisten beauftragen.

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ESD begrüßt zwei weitere Mitgliedsvereinigungen

Berlin, 13.01.2016. Der Europaverband der Selbständigen - Deutschland (ESD) e.V. freut sich, zwei neue Mitgliedsorganisation in seine Reihen begrüßen zu dürfen: Den Verein zur Förderung der Wettbewerbswirtschaft e.V. und die Deutsch-Ungarische Gesellschaft e.V.

Der Verein zur Förderung der Wettbewerbswirtschaft e. V. wurde 1964 in Bonn vom damaligen Bundesminister für Wirtschaft, Dr h. c. Kurt Schmücker MdB, Bundesvorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU/ CSU gegründet. Der Verein hat sich die Förderung der Wettbewerbswirtschaft durch wissenschaftliche Untersuchungen und durch eine systematische und ständige Aufklärung der Öffentlichkeit zum Ziele gesetzt. Die Gründer des Vereins und seine Mitglieder lassen sich von der Erkenntnis leiten, daß die Wettbewerbswirtschaft die Grundlage des wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstiegs und der freiheitlichen Gesellschaftsordnung Deutschlands ist. Der Verein will mit seiner Arbeit zur Sicherung dieser Entwicklung beitragen.

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Verbund beratender Unternehmer e.V. tritt dem ESD bei

Berlin, 14.09.2015. Der Europaverband der Selbständigen - Deutschland (ESD) e.V. freut sich, eine weitere Mitgliedsorganisation in seine Reihen begrüßen zu dürfen: Den Verbund beratender Unternehmer e.V.

Der Verbund Beratender Unternehmer ist ein bundesweites Netzwerk qualifizierter Unternehmensberater und bietet mittelständischen Unternehmen den schnellen Zugriff auf kompetente, qualitätsgesicherte Beratungsleistungen. 

Unter dem Dach des Verbund beratender Unternehmer agieren mittelständisch orientierte Unternehmer aus ganz Deutschland als Berater.

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MEDIENINFO | ESD E.V. - 15.07.2015

ESD Präsident Both im Amt bestätigt

Neunkirchen, 15.07.2015. Kuni Ludwig Both (Saarlouis) bleibt an der Spitze des Europaverbandes der Selbständigen - Deutschland (ESD) e.V.
Er wurde im Rahmen der 14. ordentlichen Mitgliederversammlung des Selbständigenverbandes in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen/Saar einstimmig wiedergewählt. Die Vizepräsidenten Dr. Dr. h.c. Peter Spary (Berlin) und Wolfgang Eichner (Saarlouis) sowie der Schatzmeister Claus Uwe Peters (Losheim) wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Auf Empfehlung des langjährigen Vizepräsidenten Klaus-Dieter Jakob (Dresden), der nicht mehr kandidiert hatte, wurde der 35-jährige Dr. Michael Brücker (Potsdam) in das geschäftsführende Präsidium gewählt.
In ihren Ämtern als Mitglieder des erweiterten ESD Präsidiums wurden Frau Patrizia Zimmer (Saarlouis) und Herr Dr. Peter Vogt (Heidelberg) bestätigt. Neu in das Gremium wurden Herr Jörg Dillmann (Wallerfangen), Herr Rainer Nicolas (Köln) und Herr Rüdiger Dillschneider (Merzig) gewählt.

Neben Hinweisen auf die vierzigjährige Tradition des Europaverbandes der Selbständigen und seinem Auftrag als Dachverband zehntausender kleiner und mittlerer Unternehmen für die Interessen seiner Mitglieder und aller Selbständigen zu agieren, befasste sich Präsident Both in seiner Antrittsrede insbesondere mit der überbordenden bürokratischen Belastung, die speziell kleine Unternehmen kaum noch zu leisten im Stande sind. Zweites Kernthema seiner Ausführungen waren die auf nationaler und internationaler Ebene aktuell diskutierten Vorschläge zur Abschaffung des Bargeldes:
„Um Dostojewski zu zitieren, ´Geld ist geprägte Freiheit´. Diese Freiheit soll nun beschnitten werden bzw. wird sie bereits beschnitten! In unseren Nachbarstaaten Belgien, Italien und Spanien gelten bereits heute strikte Höchstgrenzen für die Bargeldzahlung. In Frankreich dürfen ab September 2015 nur noch maximal 1.000 EUR in bar gezahlt werden. Letztendliches Ziel ist der gläserne Verbraucher und Unternehmer, bei dem der Staat wirklich jeglichen Bereich überwachen und kontrollieren kann.“

MEDIENINFO | ESD E.V. - 08.05.2015

Gründungen forcieren heißt auch angemessene Rahmenbedingungen schaffen

Berlin, 08.05.2015. Zu den horrend gestiegenen Beiträgen der freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbständige, erklärt der Präsident des Europaverbandes der Selbständigen (ESD), Kuni Ludwig Both:

„Auch wenn die Bundesregierung eifrig die Unternehmensgründung bewirbt und eine pompöse Gründerinitiative nach der anderen startet, bleibt festzuhalten, dass wir im vergangenen Jahr bundesweit mehr als 250.000 weniger Gründungen als noch vor 10 Jahren hatten. Das entspricht einem Rückgang von rund 45 Prozent. Ursächlich hierfür sind nicht nur der demographische Wandel und die stabile wirtschaftliche Situation, sondern auch die sich ständig verschlechternden Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen. Aktuelles Beispiel sind die aus dem Ruder gelaufenen Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbständige, die speziell Gründerinnen und Gründern den riskanten Schritt in die Selbständigkeit bislang erleichtert hat.

An dieser Stelle ist kurzfristiges Gegensteuern von Bundesarbeitsministerin Nahles gefordert. Der Europaverband der Selbständigen, als Vertreter der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland, fordert die Ministerin auf, die im Jahr 2010 neu geregelte Beitragsberechnungsgrundlage so zu verändern, dass sich die Gründer, Soloselbständigen und Inhaber kleiner Unternehmen den Beitrag auch leisten können. Trotz unveränderter Leistungen sind die monatlichen Beiträge seit 2010 von 17,89 EUR im Westen (15,19 EUR / Ost) auf 85,05 EUR (bzw. 72,45 EUR) im Jahr 2015 gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von 400 Prozent in 5 Jahren.
Bei der Neufestsetzung der Beitragshöhe sollte sich die Bundesregierung vor Augen führen, dass laut DIW rund ein Viertel aller Unternehmer weniger als 8,50 Euro brutto die Stunde verdienen. Auch diesen Selbständigen muss die Chance gelassen werden, Verantwortung zu übernehmen und sich mit angemessenen Beiträgen selbst abzusichern, statt sich auf die staatliche Grundsicherung zu verlassen.

Außerdem sollte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Berechnung der Höhe des Arbeitslosengeldes auf den Prüfstand stellen. Dass ein Akademiker, der ggf. in der gleichen Branche tätig ist wie ein Selbständiger ohne Studienabschluss, im Leistungsfall trotz gleicher Beiträge mehr erhält, ist unangemessen.
Des Weiteren ist die bislang gesetzte Antragsfrist von nur maximal drei Monaten nach der Gründung realitätsfremd und muss dringend an die Bedürfnisse der Selbständigen angepasst werden. Speziell in den ersten Monaten haben die neuen Selbständigen erfahrungsgemäß mit vielen existenziellen Problemen zu kämpfen und denken dabei erst zuletzt an ihre eigene Absicherung.“

Insgesamt appellieren wir an alle politischen Verantwortungsträger, bei ihren lobenswerten und notwendigen Bemühungen um den unternehmerischen Nachwuchs in unserem Land, nicht nur selektive Förderung zu betreiben, sondern immer auch die angemessenen Rahmenbedingungen zu gewährleisten.“

 

MEDIENINFO | ESD E.V. - 21.01.2015

Prüfung und Nachbesserung beim Mindestlohngesetz dringend erforderlich

Berlin, 21.01.2015. Der Europaverband der Selbständigen – Deutschland (ESD) fordert Bundesarbeitsministerin Nahles auf, spätestens nach Ablauf des ersten Quartals 2015 einen Erfahrungsbericht ihres Ministeriums zur Belastung der kleinen und mittleren Unternehmen durch die Dokumentations- und Meldepflichten nach dem Mindestlohngesetz vorzulegen und die Verordnungen auf dieser Grundlage praxisgerecht nachzubessern. Hierzu erklärt der Präsident des Europaverbandes der Selbständigen, Kuni Ludwig Both:

„Bereits rund 20 Tage nach Inkrafttreten des Mindestlohngesetzes verzeichnen wir außergewöhnlich viele Beschwerden unserer Mitglieder. Hauptkritikpunkte sind der zeitraubende Erfüllungsaufwand für die immensen neuen Dokumentations- und Meldepflichten sowie die bislang unpräzisen Regelungen die vielfach für Unsicherheit sorgen. Erneut wurden durch ein neues Gesetz und die einhergehenden Rechtsverordnungen den Gewerbetreibenden zusätzliche bürokratische Pflichten auferlegt, die speziell die kleinen und mittleren Unternehmen über Gebühr belasten. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geschaffene Bürokratiemonster Mindestlohngesetz konterkariert nach unserer Einschätzung die absolut begrüßenswerten Absichten des erst im Dezember 2014 vom Bundeskabinett beschlossenen Eckpunktepapiers zur weiteren Entlastung der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie.

Neben dem steigenden betriebsinternen Verwaltungsaufwand zur Erfüllung der Informationspflichten steigt ebenfalls das Haftungsrisiko des Unternehmers bei fehlerhafter Durchführung. Selbstverständlich sorgt dies, gerade in Anbetracht der vielen Fragen bei der Anwendung des Mindestlohngesetztes, die derzeit noch nicht abschließend beantwortet werden können, bei den Arbeitgebern für erhebliche Verunsicherung.

Daher fordert der Europaverband der Selbständigen Ministerin Nahles zum Dialog auf um gezielt auf die Probleme der KMU einzugehen. Ziel dieses Dialoges muss eine Modifizierung der entsprechenden Vorschriften sein. Eine wie im § 23 des Gesetzes vorgesehene Evaluierung erst im Jahre 2020 ist angesichts der für die KMU massiven bürokratischen Mehrbelastungen keineswegs zielführend. Der ESD schlägt vor, eine erste Evaluierung schon nach dem ersten Quartal 2015 vorzunehmen und deren Ergebnisse dann gemeinsam zu beraten.“

 

Bundesverband StrategieForum e.V.tritt dem ESD bei

Der Europaverband der Selbständigen - Deutschland (ESD) e.V. freut sich, eine weitere Mitgliedsorganisation in seine Reihen begrüßen zu dürfen: Den Bundesverband StrategieForum e.V.

Der Bundesverband StrategieForum ist das einzige in Deutschland existierende Netzwerk, das sich systematisch und praxisorientiert um die Verbesserung des strategischen Know-hows in Unternehmen kümmert.

Hier arbeiten mehr als 1.000 Unternehmer, Führungskräfte, Wissenschaftler und Praxisexperten daran, über gezielte strategische Wissensvermittlung im deutschsprachigen Raum wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen und zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Mitglieder des StrategieForums schätzen dabei die so genannte EKS als Basis für die Entwicklung von Strategien als besonders effizient ein. Sie wurde von Prof. Wolfgang Mewes in den 60iger Jahren entwickelt.

 

ESD Steuertipp 5|2014

Ehegattenarbeitsverhältnis: Ohne schriftliche Vereinbarung rutscht man in die familiäre Sphäre

Dass ein Ehegatte in der Firma seines Partners angestellt ist, ist keine Besonderheit und wird in der Praxis häufig so gestaltet. Der Grund ist so einfach wie plausibel: Familienangehörige helfen normalerweise sowieso in irgendeiner Art und Weise im Betrieb mit. Sei es bei der Büroorganisation, der Reinigung, der Verwaltung oder dem Telefondienst – je nach Qualifikation.
Schließen die Ehegatten hierüber keinen Arbeitsvertrag und erfolgt die Hilfe unentgeltlich, dann spricht man im Steuerrecht von einer Zugehörigkeit zur familiären Sphäre. Im Klartext bedeutet das, dass die Mitarbeit keine steuerlichen Auswirkungen hat. Eine entgeltliche Anstellung führt dagegen zu Lohn beim Angestellten und zu steuermindernden Betriebsausgaben beim Arbeitgeber.

Dies hat das Finanzgericht Niedersachsen vor kurzem einem IT-Berater aus Hannover vorgeführt: Der Selbständige hatte seine Ehefrau im Rahmen eines Minijob-Arbeitsverhältnisses angestellt. Er konnte aber weder einen Arbeitsvertrag noch regelmäßige Arbeitszeiten oder andere Bedingungen vorweisen, die bei Verträgen mit fremden Personen – den im Steuerrecht häufig auftauchenden „fremden Dritten“ – typisch sind. Obwohl der Stundenlohn von 10 € für die Tätigkeit der Ehefrau als Bürohilfe eigentlich angemessen war, versagten ihm sowohl das Finanzamt als auch das FG den Betriebsausgabenabzug zum Teil.
Das Interessante an dieser Entscheidung ist, dass das Arbeitsverhältnis steuerlich nicht komplett aberkannt, sondern nur auf ein angemessenes Maß beschränkt wurde. Somit konnte der IT-Berater die Betriebsausgaben zumindest zum Teil steuermindernd von seinen Einkünften abziehen. Die Höhe der Betriebsausgaben wurde jedoch – mangels schriftlicher Vereinbarungen bzw. Nachweisen zur erbrachten Arbeitsleistung der Ehefrau – anhand einer fiktiven Berechnung geschätzt.

Die Qualifikation der Ehefrau spielte hierbei übrigens keine Rolle. Die Bezahlung muss lediglich zu der tatsächlich ausgeführten Tätigkeit passen.

Hinweis: Damit sie von der Finanzverwaltung anerkannt werden, sollte bei Verträgen zwischen Angehörigen die Frage, ob auch eine fremde Person den Vereinbarungen zugestimmt hätte, immer positiv beantwortet werden können. Das bezieht sich nicht nur auf den Inhalt der Vereinbarung, sondern natürlich auch auf die tatsächliche Durchführung. Der Lohn sollte beispielsweise stets wie vereinbart, pünktlich und regelmäßig gezahlt werden.

(Quelle: ESD Mitglied VHP Dr. Vogt, Held & Partner | Abo der VHP SteuerNews unter: http://www.vhp.de/content/e77/e80/index_ger.html)

 

ESD Tipp: Noch bis zum 31. August am KMU-Banken-Barometer 2014 teilnehmen!


Unterstützung für Mittelständler in der Banken-Kommunikation bietet das neue „KMU-Banken-Barometer 2014“ der ESD Mitgliedsorganisation ´Die KMU-Berater - Bundesverband freier Berater e.V.´. Der Mittelstand sieht sich mit erhöhten Anforderungen der Banken und Sparkassen an Umfang und Qualität der Informationen und der Sicherheiten konfrontiert. Die Kreditinstitute als Hauptfinanzierer des Mittelstandes geben damit die, durch Basel III gestiegenen, Ansprüche der Aufsichtsbehörden an ihre Unternehmenskunden weiter. Daher wird eine gute Kommunikation zwischen Unternehmen und Kreditgebern immer wichtiger.

„In dieser Situation bieten wir dem Mittelstand mit dem KMU-Banken-Barometer eine zweifache Chance“ betont Thomas Thier, Vorsitzender des KMU-Beraterverbandes. Mit der Umfrage tragen die Unternehmen zu einem breit gefächerten Bild über die derzeitige Situation der Bankenkommunikation bei. Die Ergebnisse will der Verband mit allen Beteiligten kommunizieren und Verbesserungspotenziale diskutieren.

„Gleichzeitig können die Unternehmen das KMU-Banken-Barometer als Eigen-Check nutzen, und Aktivitäten für eine Verbesserung ihrer Zusammenarbeit mit Banken und Sparkassen ableiten und umsetzen“, erläutert Carl-Dietrich Sander, Leiter der Fachgruppe Finanzierung-Rating im KMU-Beraterverband. Als weitere Unterstützung erhalten alle an der Umfrage Teilnehmenden eine ausführliche „Checkliste Bankgespräch“ mit den drei Teilen „Bankgespräch“, „Unterlagen für die Bank“ und „Typische Fragen von Banken“.

Das KMU-Banken-Barometer enthält zehn Standardaussagen zur Zusammenarbeit mit Kreditinstituten und jährlich zwei Sonderfragen. Diese beschäftigen sich in diesem Jahr mit dem Thema Kredit-Sicherheiten. Der KMU-Beraterverband wird das „KMU-Banken-Barometer“ zukünftig einmal jährlich durchführen, „um hoffentlich positive Entwicklungstendenzen in der Finanzkommunikation des Mittelstandes aufzeigen zu können“ so Thomas Thier.

 

Das KMU-Banken-Barometer kann als Online-Umfrage und als Fax-Antwort genutzt werden:
www.banken-barometer.kmu-berater.de.

 

Neue Galerie | Konstituierende Sitzung des parlamentarischen Beirats des ESD e.V.

  • Im Rahmen eines Arbeitsessens in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft am 5. Juni 2014 konstituierte sich der parlamentarische Beirat des Europaverbandes der Selbständigen – Deutschland (ESD) e.V. für die 18. Legislaturperiode. Auch der neue Beirat besteht aus Mitgliedern des Deutschen Bundestages und ergänzend auch aus Mitgliedern des Europäischen Parlamentes, die in ihrem jeweiligen politischen Verantwortungsbereich die Anliegen der Klein- und Kleinstunternehmen angemessen im Rahmen der Gesamtkonzeption der Sozialen Marktwirtschaft zu fördern bereit sind.

Eine entsprechende Bildergalerie finden Sie durch einen Klick auf das Bild oder unter folgendem Link:
http://www.esd-ev.eu/esd-aktiv/esd-galerien/konstituierende-sitzung-des-parlamentarischen-beirats-des-esd-e-v

 

Neue Galerie | Vortrags und Dialogveranstaltung mit der stellv. Ministerpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger

  • Am 5. Juni 2014 lud der Europaverband der Selbständigen zu einer Vortrags- und Dialogveranstaltung mit der Saarländischen Wirtschaftsministerin und stellv. Ministerpräidentin, Anke Rehlinger, in die Vertretung des Saarlandes beim Bund ein. Die Ministerin erfreute die etlichen teilnehmenden Berliner ESD-Mitglieder, die Vertreter der ESD-Mitgliedsorganisationen und die vielen weiteren Gäste mit einem gelungenen Impulsvortrag zum Thema ´Großes ensteht im Kleinen | Das Saarland - eine prosperierende Wirtschaftsregion im Herzen Europas´.

Eine entsprechende Bildergalerie finden Sie durch einen Klick auf das Bild oder unter folgendem Link:
http://www.esd-ev.eu/esd-aktiv/esd-galerien/vortrags-und-dialogveranstaltung-mit-der-stellv-ministerpraesidentin-des-saarlandes-anke-rehlinger

 

Neue Galerie | Der ESD im Gespräch mit: Bundesjustizminister Heiko Maas

  • Am 21. Mai 2014 trafen sich ESD-Präsident Kuni Ludwig Both, die Vizepräsidenten Klaus-Dieter Jakob und Dr. Dr. h.c. Peter Spary sowie Bundesgeschäftsführer Timo Lehberger und Geschäftsführer Sascha Langguth mit dem Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Heiko Maas. Auf Einladung des ESD nahmen an dem Gespräch im Bundesjustizministerium zudem die Vorstände und Repräsentanten folgender ESD-Mitgliedsorganisationen teil: Der GVA Gesamtverband Autoteile-Handel e.V., der Verband privater Bauherren VPB e.V., der Verband der Europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V. und der Wirtschaftsverband Brandschutz WVB e.V.

Eine entsprechende Bildergalerie finden Sie durch einen Klick auf das Bild oder unter folgendem Link:
http://www.esd-ev.eu/esd-aktiv/esd-galerien/der-esd-im-gespraech-mit-bundesjustizminister-heiko-maas

 

Neue Galerie | Der ESD im Gespräch mit: Kanzleramtsminister Peter Altmaier

  • Am 14. Mai 2014 trafen sich ESD-Präsident Kuni Ludwig Both, die Vizepräsidenten Wolfgang Eichner, Klaus-Dieter Jakob und Dr. Dr. h.c. Peter Spary sowie Bundesgeschäftsführer Timo Lehberger mit dem Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben, Peter Altmaier. Auf Einladung des ESD nahmen an dem Gespräch im Bundeskanzleramt zudem die Vorstände und Repräsentanten folgender ESD-Mitgliedsorganisationen teil: der Bund der Baumeister, Architekten und Ingenieure BDB e.V., der Verband privater Bauherren VPB e.V. und der Wirtschaftsverband Brandschutz WVB e.V.

Eine entsprechende Bildergalerie finden Sie durch einen Klick auf das Bild oder unter folgendem Link: 
http://www.esd-ev.eu/esd-aktiv/esd-galerien/der-esd-im-gespraech-mit-kanzleramtsminister-peter-altmaier

 

Verband der europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V. tritt dem ESD bei

Der Europaverband der Selbständigen - Deutschland (ESD) e.V. freut sich eine weitere Mitgliedsorganisation in seine Reihen begrüßen zu dürfen: Den Verband der europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V., kurz EDFA.

Die Abkürzung EDFA steht für "European Down and Feather Association". In dem 1980 gegründeten Verband der europäischen Bettfedern- und Bettwarenindustrie e.V. mit Sitz in Mainz sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt mehr als 90 Unternehmen und nationale Verbände aus 23 Ländern organisiert. Dazu gehören neben Brasilien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Russland, Schweiz, Spanien, Südafrika, Tschechien, die Ukraine und Ungarn.

Verbandsaufgabe ist es, die Interessen der Mitglieder aus der Bettfedernindustrie, der Federn abfüllenden Industrie und ihrer Zulieferer (Maschinenindustrie, Chemieindustrie, Inlettindustrie und Prüfinstitute) in Europa nachhaltig zu vertreten. Aktuelle Sachthemen werden in interdisziplinären Arbeitsgremien diskutiert und Lösungen erarbeitet. Der EDFA setzt sich dabei insbesondere für die Wahrung von Verbraucherinteressen und Tierschutzbelangen ein.

 

NEUER ESD VORTEILSPARTNER: DEUTSCHE POST

ESD Mitglieder sparen bis zu 40 % Proto-, Material- und Druckkosten

Der neue ESD Kooperationspartner, die Deutsche Post, bietet den ESD Mitgliedern mit der E-POSTBUSINESS BOX ein deutliches Einsparpotential im Standartportobereich.

Mit der E-POSTBUSINESS BOX können Sie Ihre Unternehmenskorrespondenz einfacher, kostengünstiger und sicherer gestalten! Briefe erstellen, adressieren, falten, kuvertieren, frankieren und zur Post bringen!? Diese Prozesse binden in Ihrem Unternehmen wertvolle Ressourcen! Das geht heute auch einfacher, mit der E-POSTBUSINESS BOX.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.esd-ev.eu/vorteilspartner/deutsche-post

 

ESD Steuertipp 4|2014

Freiberufler: Nebeneinander ausgeübte gewerbliche und freiberufliche Tätigkeiten sind trennbar

Als Krankengymnast können Sie nebeneinander sowohl eine gewerbliche (z.B. als Praxisinhaber) als auch eine freiberufliche Tätigkeit (z.B. als selbst Behandelnder) ausüben. Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg sind beide Tätigkeiten steuerlich getrennt zu betrachten. Das gilt jedenfalls dann, wenn eine Trennung - etwa nach den einzelnen behandelten Patienten - ohne besondere Schwierigkeiten möglich ist oder der Umfang der Tätigkeit anhand bekannter Daten geschätzt werden kann.

In diesem Fall kann eine steuerlich getrennte Behandlung erfolgen, etwa - unter Würdigung aller Umstände im Einzelfall - indem ein freiberuflicher Anteil von 25 % des Gesamtgewinns ohne Gewerbesteuer angesetzt wird und folglich 75 % auf den Gewerbebetrieb entfallen.

Hinweis: Das wesentliche Merkmal der freiberuflichen Tätigkeit zur Abgrenzung gegenüber der gewerblichen Tätigkeit ist die unmittelbare, persönliche und individuelle Arbeitsleistung des Freiberuflers. Eine aufgrund eigener Fachkenntnisse eigenverantwortlich ausgeübte Tätigkeit eines Krankengymnasten (entsprechend auch bei Ärzten) liegt nur vor, wenn er über das Erstgespräch hinausgehend durch gelegentliche Kontrollen und Abrechnungskontrollen bei jedem einzelnen Patienten auf die Behandlung Einfluss nimmt und dazu jeweils selbst zumindest die Anamnese durchführt.

(Quelle: ESD Mitglied VHP Dr. Vogt, Held & Partner | Abo der VHP SteuerNews unter:http://www.vhp.de/content/e77/e80/index_ger.html)

 

ESD Steuertipp 3|2014

Vorsteuerabzug: Formell ordnungsgemäße Rechnung erforderlich

Ein Vorsteuerabzug ist nur mit einer ordnungsgemäßen Rechnung möglich. Dieses eherne Gesetz des Umsatzsteuerrechts hat das Finanzgericht Hamburg erneut bestätigt.

Streitig war zwischen dem Finanzamt und der Klägerin ein Vorsteuerabzug aus mehreren Rechnungen über diverse Dienstleistungen. Sämtliche Rechnungen enthielten weder eine Steuernummer noch eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Das FG führt dazu aus, dass die Rechnungsformalien zwingend einzuhalten sind. Für den Vorsteuerabzug muss die Rechnung neben weiteren Angaben bzw. Anforderungen auch die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Leistenden enthalten. Da das nicht der Fall war, scheiterte ein Vorsteuerabzug.

Eine Ausnahme besteht nur für Miet- bzw. Pachtverträge, die bereits vor dem 01.01.2004 abgeschlossen wurden. Bei solchen Dauerleistungen stellt der Vertrag gegebenenfalls auch gleichzeitig die Rechnung dar. Für die vor diesem Stichtag abgeschlossenen Verträge muss die Steuernummer bzw. die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer nicht nachträglich aufgenommen werden. Das FG hat diese Ausnahme nicht auf den allgemeinen Rechnungsfall übertragen.

Hinweis: Nichtordnungsgemäße Rechnungen können korrigiert bzw. ergänzt werden. Im Streitfall hätte also nur die Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in die Rechnung aufgenommen werden müssen. Diese Rechnungsberichtigung muss jedoch noch im Besteuerungsverfahren vor dem Finanzamt erfolgen, wie aus der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs hervorgeht. Daher wäre hier im Klageverfahren eine Korrektur bzw. Ergänzung nicht mehr möglich gewesen.

(Quelle: ESD Mitglied VHP Dr. Vogt, Held & Partner | Abo der VHP SteuerNews unter:http://www.vhp.de/content/e77/e80/index_ger.html)

 

MEDIENINFO | ESD E.V. - 03.03.2014

Selbständige begrüßen Maas Dispo-Initiative und fordern Bundesregierung zum Handeln auf

Neunkirchen/Berlin, 03.03.2014. Der Europaverband der Selbständigen – Deutschland (ESD) begrüßt die neuerliche Initiative des Bundesministers der Justiz und für Verbraucherschutz, Heiko Maas, zum Thema Überziehungszinsen. Der Präsident des ESD, Kuni Ludwig Both, erklärt hierzu:

„Die Ankündigung von Bundesminister Maas, die Banken verpflichten zu wollen, ihre Kunden mit überzogenen Konten zu warnen und bei längerer Inanspruchnahme günstigere Alternativen anbieten zu müssen, ist ein wichtiger erster Schritt im Kampf gegen die nachweislich überhöhten Überziehungszinsen der Kreditinstitute. Entsprechend begrüßen wir, die Vertreter der Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen, diese Unterstützung zum Wohle aller Selbständigen und Verbraucher.

Wir bedauern allerdings, dass Herr Maas den nächsten und wichtigeren Schritt, die Deckelung der Überziehungszinsen, unter Verweis auf die Haltung der Unionsparteien als nicht machbar bezeichnet. Der ESD sieht in diesem Punkt akuten Handlungsbedarf.
Bereits im Juli 2012 wurde Herrn Maas Amtsvorgängerin, der ehemaligen Verbraucherschutz-ministerin Ilse Aigner, in der Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) bestätigt, dass weder Ausfallquote noch Verwaltungsaufwand die überzogenen Überziehungs-zinsen rechtfertigen. Dennoch sind die Banken nicht zu der Einsicht gekommen, dass es nicht vertretbar ist, einseitig die Vorteile der erheblichen Zinssenkung der Zentralbank einzukassieren.

Dementsprechend fordert der Europaverband der Selbständigen die Bundesregierung weiterhin dazu auf, die Überziehungszinsen im Sinne des Verbraucherschutzes gesetzlich auf maximal 5-7 % über dem Leitzinssatz festzuschreiben.“

 

ESD Steuertipp 2|2014

Betriebsprüfung: Prüfungszeitraum kann sogar elf Jahre betragen

Die Finanzämter dürfen bei Ihrem Betrieb auch mehr als drei Steuerjahre prüfen, wenn sie erhebliche Mehreinnahmen erwarten oder sogar der Verdacht einer Steuerstraftat besteht. Das hat das Finanzgericht Düsseldorf in einem aktuellen Verfahren entschieden, in dem die Prüfung eines Restaurants sogar für einen Zeitraum von elf Jahren als zulässig angesehen wurde.

Nach der Betriebsprüfungsordnung bestimmt die Finanzbehörde den Umfang der Außenprüfung nach pflichtgemäßem Ermessen. Dabei soll der Prüfungszeitraum bei Mittel- und Kleinbetrieben in der Regel nicht mehr als drei zusammenhängende Besteuerungszeiträume umfassen. Er darf dieses zeitliche Limit aber dann übersteigen, wenn die in der BpO aufgeführten Ausnahmetatbestände erfüllt sind. Es handelt sich hierbei um die Erwartung erheblicher Änderungen der Besteuerungsgrundlagen oder den Verdacht einer Steuerstraftat oder einer Steuerordnungswidrigkeit.

Für eine mehr als drei Besteuerungszeiträume umfassende Prüfungsanordnung ist nicht entscheidend, ob Sie tatsächlich eine Steuerstraftat oder Ordnungswidrigkeit begangen haben. Wichtig ist nur, ob ein Verdacht gegen Sie besteht, was etwa bei einem bereits eingeleiteten Strafverfahren der Fall ist. Die konkreten Verdachtsmomente gegen Sie müssen von den Finanzbeamten nicht im Einzelnen dargestellt werden.

Hinweis: Ermittlungen im Rahmen einer Außenprüfung sind auch nach Einleitung eines Steuerstrafverfahrens nicht ausgeschlossen, denn es besteht kein gegenseitiger Ausschluss von Außenprüfung und Steuerfahndung. Die Zulässigkeit des gleichzeitigen Tätigwerdens von Betriebsprüfer und Steuerfahnder ergibt sich eindeutig aus der Abgabenordnung.

(Quelle: ESD Mitglied VHP Dr. Vogt, Held & Partner | Abo der VHP SteuerNews unter:http://www.vhp.de/content/e77/e80/index_ger.html)

 

MEDIENINFO | ESD E.V. - 09.01.2014

Europaverband der Selbständigen begrüßt SEPA Fristverlängerung

Berlin/Neunkirchen, 09.01.2014. Zur Entscheidung der EU-Kommission, die Übergangsfrist zum Start des länderübergreifenden einheitlichen Zahlungssystems SEPA um sechs Monate zu verlängern, erklärt der Bundesgeschäftsführer des Europaverbandes der Selbständigen, Timo Lehberger:

„Wir begrüßen die Fristverlängerung als alternativlosen, richtigen und verantwortungsbewussten Schritt der EU-Kommission. Daher fordern wir die EU Parlamentarier sowie die Bundesregierung auf, dieser Vorgehensweise unbedingt zuzustimmen. Den endgültigen Einführungstermin für das SEPA Verfahren um sechs Monate zu verschieben wird etliche unserer Mitglieder, die kleinen und mittleren Unternehmen sowie die uns angeschlossenen Gewerbevereine, Fach- und Branchenverbände, vor ernsthaften wirtschaftlichen Problemen bewahren.

Die Rückmeldungen, die wir nach Erscheinen der aktuellen Ausgabe unseres Mitgliedermagazins GewerbeReport, mit dem Titelthema ´Ist Ihr Unternehmen bereit für SEPA?´, erhalten haben, waren mehr als besorgniserregend. Es wurde deutlich, dass viele kleine Unternehmen und Selbständigenvereinigungen den bislang festgelegten Termin unmöglich einhalten können. Der erhebliche, mit der SEPA Umstellung verbundene Arbeitsaufwand, ließ sich neben dem überlebensnotwendigen Tagesgeschäft vielfach nicht bewältigen.

Daher hat sich der Europaverband der Selbständigen, wie auch viele Kollegenverbände, bereits seit Wochen für eine verlängerte Übergangsfrist ausgesprochen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass unsere Mitglieder mit der Fristverlängerung die nötige Zeit erhalten, diese bürokratische Belastung zu meistern.“

ESD-Mitglieder tanken günstiger!

Durch den neuen Rahmenvertrag des Europaverbandes der Selbständigen mit TOTAL erhalten alle Mitglieder des ESD ab sofort Nachlässe auf Kraftstoffe, Schmierstoffe und Autowäschen. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.esd-ev.de/guenstiger-tanken

MEDIENINFO | ESD E.V. - 06.01.2014

Geringverdienenden Selbständigen droht Altersarmut – Europaverband der Selbständigen fordert die Politik zum Handeln auf

Berlin/Neunkirchen, 06.01.2014. Zur Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die belegt, dass bereits 2012 bundesweit mehr als eine Millionen Selbständige einen Stundenlohn unterhalb des geplanten gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro erwirtschaften, erklärt der Präsident des Europaverbandes der Selbständigen (ESD), Kuni Ludwig Both:

„Wir werben seit Jahren um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und vor allem der Politik für das Problem geringverdienender Selbständiger. Speziell bei den vom ESD vertretenen Kleinst- und Kleinselbständigen kommt es allzu häufig vor, dass diese einen geringeren Stundenlohn als abhängig Beschäftigte haben. Das Ergebnis der Studie belegt dies mit erschreckenden Zahlen:

Wenn man davon ausgeht, dass rund ein Viertel aller Selbständigen weniger als 8,50 EUR brutto die Stunde verdienen, muss man sich bewusst machen, dass diese Unternehmer nicht in der Lage sein können, neben den Lebenshaltungskosten und den Aufwendungen für die gesetzlich vorgeschriebenen Krankenversicherung auch noch die Mittel haben, um eine Altersvorsorge zu betreiben.

In der Folge wird die Zahl der Selbständigen und Freiberufler in Altersarmut in den kommenden Jahren rapide steigen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Wir fordern die große Koalition wie auch die Oppositionsparteien auf, ihrer Verantwortung gemäß zu agieren und schnellst möglich Lösungen zu erarbeiten.“ 

ESD Steuertipp 1|2014

Gutschrift im Umsatzsteuerrecht: Eine Gutschrift muss als solche auch bezeichnet werden

Normalerweise muss der leistende Unternehmer für seine Leistungen an einen anderen Unternehmer eine Rechnung erteilen. Von dieser Grundregel sieht das Umsatzsteuergesetz jedoch eine Ausnahme vor.

Beispiel: Unternehmer U1 erbringt gegenüber U2 eine Werbedienstleistung (z. B. Promotionsleistung). Für diese Leistung wird eine Abrechnung durch sogenannte Gutschrift vereinbart. In diesem Fall muss U1 über seine Leistung keine Rechnung mit gesondert ausgewiesener Umsatzsteuer ausstellen. Vielmehr kann U2 das entsprechende Dokument als „Gutschrift“ erstellen und an U1 übermitteln.

Hinweis: Als Gutschrift bezeichnet man im Umsatzsteuerrecht eine Rechnung, die vom Empfänger einer Leistung ausgestellt wird. Gutschriften kommen häufig dann zum Einsatz, wenn es für den Leistungsempfänger einfacher ist, die zur Abrechnung erforderlichen Informationen zu beschaffen.
Seit dem 30.06.2013 muss eine Gutschrift im umsatzsteuerrechtlichen Sinne auch als solche bezeichnet werden.
Von dieser Art Gutschrift ist die sogenannte kaufmännische Gutschrift (Stornierung oder Korrektur der ursprünglichen Rechnung) zu unterscheiden.

Beispiel: U1 hat versehentlich eine Warenlieferung gegenüber U2 zu hoch in Rechnung gestellt. Über den zu viel in Rechnung gestellten Betrag stellt U1 eine Gutschrift aus.
Das Bundesfinanzministerium hebt hervor, dass bei dem zweiten Beispiel keine umsatzsteuerrechtliche Gutschrift vorliegt. Trotzdem darf der ausgestellte Beleg auch hier weiterhin im Rechtsverkehr als Gutschrift bezeichnet werden. Steuerliche Nachteile können nach Auffassung des BMF dadurch nicht entstehen.

Hinweis: Das BMF sorgt im Hinblick auf den Begriff Gutschrift erfreulicherweise für eine Klarstellung.

(Quelle: ESD Mitglied VHP Dr. Vogt, Held & Partner | Abo der VHP SteuerNews unter: http://www.vhp.de/content/e77/e80/index_ger.html)

 

Die Ausgabe 3/2013 des GewerbeReport geht heute in Druck!

ESD Mitglieder und Abonnenten können sich u.a. auf folgende interessante Themen freuen:

  • Ist Ihr Unternehmen bereit für SEPA? Auch die kleinen und mittleren Unternehmen müssen handeln
  • Rückblick: Bundestagswahl 2013. Ein Fazit aus Sicht kleiner Unternehmer
  • Vollmachten im Geschäft: Wer unterschreibt was?
  • Neue steuerliche Regeln für Geschäftsreisen
  • und viele Informationen mehr aus den Bereichen Wirtschaft | Finanzen | Politik | Steuern | Betriebsorganisation | Recht | EDV/IT | Marketing etc.

Schon neugierig? Hier geht´s vorab zur Leseprobe: http://www.gewerbereport.de/Leseprobe/

MEDIENINFO | ESD E.V. - 17.12.2013

„Lasst die Kirche im Dorf.“ - Interview mit Kuni Ludwig Both, Präsident des Europaverbandes der Selbständigen - Deutschland e.V. (ESD), zum Koalitionsvertrag

 

Berlin, 17.12.2013. Nach dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und der Union wurde am 16. Dezember der Koalitionsvertrag mit dem Titel „Deutschlands Zukunft gestalten“ von den drei Parteichefs, den drei Fraktionsvorsitzenden und den drei Generalsekretären dieser Parteien im Paul-Löbe-Haus unterzeichnet. Der Präsident des Europaverbandes der Selbständigen, Kuni Ludwig Both, erklärt hierzu im Rahmen eines Interviews:

 

Frage: Zwei große Volksparteien haben sich nach zähen Verhandlungen auf den Koalitionsvertrag verständigt. Wie beurteilen Sie als Präsident des Europaverbandes der Selbständigen diesen Vertrag?

Kuni Ludwig Both: Gut drei Monate nach der Bundestagswahl kann nun endlich der Bundestag mit der Arbeit beginnen. Das ist gut so. Der Vertrag ist eine gute Grundlage, Ausgangsbasis für die weitere Arbeit. Noch nie hat es einen so umfangreichen Koalitionsvertrag gegeben. Vieles im Vertrag findet unsere Zustimmung. Einiges nicht, manches nur mit Stirnrunzeln. Offen bleibt die Frage: Wie stärken wir unseren Wirtschaftsstandort Deutschland dauerhaft? Das Kapitel ist zu kurz gekommen. So ist der Koalitionsvertrag Ausgangspunkt der Arbeit, aber sicher nicht das letzte Wort. Jetzt kommt es auf die Regierungserklärung der Kanzlerin an und dann auf die Gesetzgebungsarbeit im Detail. Es gilt nach wie vor das Struck`sche Gesetz: Noch nie hat ein Gesetzentwurf den Bundestag so verlassen, wie er eingebracht wurde.

Frage:Das klingt eher zurückhaltend. Wo hätten Sie als Europaverband der Selbständigen mehr erwartet?

Kuni Ludwig Both: Es geht uns darum, den insgesamt erfolgreichen Kurs der letzten Jahre in Richtung Wachstum, Beschäftigung, Zukunftssicherung, vor allem Bürokratieabbau zur Entlastung des Mittelstandes fortzusetzen. Es fällt schwer, im Vertrag Maßnahmen zur gezielten Stärkung des Mittelstandes auszumachen. Vorschläge zur Beseitigung der kalten Progression oder des Mittelstandsbauches finden wir nicht. Es fehlt auch eine klare und eindeutige Aussage, dass es Steuererhöhungen auf keinen Fall geben wird. Dennoch, wir als Europaverband der Selbständigen werden die Politik der großen Koalition konstruktiv begleiten.

Frage:Wie beurteilen Sie als Europaverband die Aussagen zur Europapolitik?

Kuni Ludwig Both: Ein klares Bekenntnis zur Subsidiarität wäre wünschenswert gewesen nach dem Leitspruch von Norbert Blüm: Lasst die Kirche im Dorf. Die nach wie vor ungebremste Regelungswut der Europäischen Bürokratie muss eingegrenzt werden. Das Funktionieren des Binnenmarktes hängt zum Beispiel nicht ab von der geplanten Vereinheitlichung der Duschköpfe in unseren Badezimmern. Es hängt auch nicht ab zum Beispiel von geplanten Eingriffen in den Zahlungsverkehr. Der von der Kommission vorgelegte Verordnungsentwurf zum Thema „Regulierung der Interbankenentgelte“ muss auf den Prüfstand. Bargeld ist nicht mehr das einzige verfügbare Zahlungsmittel. Kartenzahlungen haben zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die damit zusammenhängenden Fragen sollten wir den Kräften des Marktes überlassen, statt durch staatliche Regelungen die Marktkräfte zu strangulieren.

ESD Steuertipp 6|2013

Dienstwagen: Geldwerter Vorteil wird auch ohne tatsächliche Privatnutzung angesetzt

Bisher galt die Regel, dass ein Arbeitnehmer einen vom Arbeitgeber für Privatfahrten überlassenen Dienstwagen auch tatsächlich für solche Fahrten nutzt. Dieser sogenannte Anscheinsbeweis berechtigte das Finanzamt, einen (lohn)steuerlichen Vorteil für die private Pkw-Nutzung anzusetzen – häufig nach der sogenannten 1-%-Regelung. Der Arbeitnehmer konnte diesen Anscheinsbeweis jedoch durch einen Gegenbeweis entkräften – er hatte also die Möglichkeit, eine unterbliebene Privatnutzung des Dienstwagens zu beweisen und so den Ansatz eines steuererhöhenden Nutzungsvorteils abzuwenden. Dies gelang ihm in der Vergangenheit, indem er beispielsweise auf einen gleichwertigen Pkw im Privatvermögen verwies, mit dem er seine privaten Fahrten erledigte.

Der Bundesfinanzhof hat diese Grundsätze nun aus den Angeln gehoben und entschieden, dass es aus steuerlicher Sicht nicht mehr auf die tatsächliche Nutzung des Dienstwagens ankommt. Die Richter erklärten, dass ein steuerpflichtiger Vorteil unabhängig von der tatsächlichen Privatnutzung angesetzt werden kann, da die Bereicherung des Arbeitnehmers bereits im Zurverfügungstellen des Fahrzeugs und der Übernahme sämtlicher Kfz-Kosten besteht. Auch wenn der Arbeitnehmer den Dienstwagen überhaupt nicht privat nutzt, wird ihm ein (zu versteuernder) Vorteil zugewandt, da er sich die Kosten für das Vorhalten eines privaten Kfz erspart.

Hinweis: Nach der neuen BFH-Rechtsprechung kann der Ansatz eines lohnsteuerlichen Nutzungsvorteils nur noch dann abgewendet werden, wenn der Arbeitnehmer nicht zur Privatnutzung des Dienstwagens befugt ist. Ein solches Privatnutzungsverbot des Arbeitgebers sollte gegebenenfalls schriftlich festgehalten werden, um eine entsprechende Beweisvorsorge für eine spätere Lohnsteueraußenprüfung zu treffen. Auch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch ist weiterhin ein wirksames Mittel, um eine unterbliebene Privatnutzung zu beweisen.

(Quelle: ESD Mitglied VHP Dr. Vogt, Held & Partner | Abo der VHP SteuerNews unter: http://www.vhp.de/content/e77/e80/index_ger.html)

ESD Steuertipp 5|2013

Jahresabschluss publizieren: Wenn sich kleine und Kleinstkapitalgesellschaften verspäten

Nachdem das Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungsgesetz (MicroBilG) in Kraft getreten ist, hat die Bundesregierung jetzt einen Gesetzentwurf zur Reform des handelsrechtlichen Ordnungsgeldverfahrens beschlossen. Dieser sieht im Anschluss an die Entlastungen durch das MicroBilG weitere Änderungen für den Fall vor, wenn kleine und kleinste Kapitalgesellschaften zwar ihren handelsrechtlichen Publizitätspflichten nachkommen wollen, aber Fristen versäumen.

Zurzeit leitet das Bundesamt für Justiz Ordnungsgeldverfahren gegen alle Kapitalgesellschaften ein, die ihre Jahresabschlussunterlagen nicht rechtzeitig offenlegen. Zunächst erhalten die Unternehmen nach Androhung eines Ordnungsgeldes noch einmal sechs Wochen Zeit, um ihre Pflichten zu erfüllen. Reagieren sie nicht, wird ein Ordnungsgeld von mindestens 2.500 € festgesetzt.

Auch künftig soll es bei dieser Regelung bleiben, doch soll das Mindestordnungsgeld für Kleinstkapitalgesellschaften auf 500 € und für kleine Kapitalgesellschaften auf 1.000 € gesenkt werden. Diese Reduzierung soll aber nur eintreten, sofern die Offenlegung – wenn auch verspätet – tatsächlich nachgeholt wird, bevor das Bundesamt weitere Schritte einleitet.

Hinweis: Gegen die Festsetzung eines Ordnungsgeldes durch das Bundesamt kann Ihr Unternehmen Beschwerde beim Landgericht Bonn (LG) einlegen. Bislang entscheidet dieses als einzige Instanz. Nach der Neuregelung soll es eine Rechtsbeschwerde gegen Beschwerdeentscheidungen des LG in Ordnungsgeldsachen geben.

(Quelle: ESD Mitglied VHP Dr. Vogt, Held & Partner | Abo der VHP SteuerNews unter: http://www.vhp.de/content/e77/e80/index_ger.html)

MEDIENINFO | ESD E.V. - 24.07.2013

EU-Kommission beratungsresistent - Interbankenentgeltregulierung trotz gravierender Nachteile für kleinere Händler geplant
Präsident des Europaverbands der Selbständigen – Deutschland e.V.: „Wettbewerb ja – aber fair muss er sein“


Berlin, 24.07.2013. Der Europaverband der Selbständigen – Deutschland e.V. (ESD) ist sehr besorgt über den am 24. Juli in Brüssel vorgestellten Verordnungsvorschlag der EU-Kommission zur Regulierung der Interbankenentgelte. Die Kommission ignoriert in ihrem Entwurf schwerwiegende Bedenken zum fairen Wettbewerb zwischen kleineren Händlern und großen Ketten, die bereits vom ESD während der letzten Monate vorgetragen wurden.

Der Kommissionsvorschlag sieht vor, dass Unternehmen mit ausreichend Personal sich ihre Banken für Kartenzahlungen im EU-Ausland aussuchen können und dementsprechend für zwei Jahre klare Wettbewerbsvorteile haben werden. Denn für diesen grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrsmarkt werden die Interbankenentgelte auf maximal 0,3 Prozent limitiert. Kleinere Unternehmen, die an ihre lokalen Banken gebunden sind und dort Arbeitsplätze sichern, müssen hingegen den höheren nationalen Satz bezahlen.

Der Kommissionsvorschlag benachteiligt kleinere Händler auch auf andere Art: Die Verträge großer Ketten mit den jeweils zuständigen Banken sind meist so strukturiert, dass sinkende Interbankenentgelte automatisch auch bei ihnen ankommen. Kleine und mittelständische Händler hingegen sind in einer sehr viel schlechteren Verhandlungsposition und dürfen daher Nachteile erwarten. Durch andere Vertragsstrukturen kommen Kostenreduzierungen bei ihnen meist gar nicht erst an. Es ist abzusehen, dass die Banken andere Kosten, beispielsweise die Mieten für Kartenterminals, erhöhen werden, um die durch die Interbankenentgeltreduzierung verursachten Umsatzverluste auszugleichen. Als Folge würden kleinere Händler umso stärker belastet und die Margenunterschiede zu den Ketten noch größer werden. Ganz auf Kartenzahlungen zu verzichten, dürften sich jedoch nur die wenigsten leisten können.

Der ESD-Präsident Kuni Ludwig Both fordert daher: „Die Europäische Kommission strebt mit ihrer Regulierung mehr Wettbewerb auf dem Zahlungsmarkt an. Dabei vernachlässigt sie jedoch die kleinen und mittleren Unternehmen. Die jetzigen Pläne werden dafür sorgen, dass größere Ketten noch stärkere Wettbewerbsvorteile haben als ohnehin schon. Es ist für Kleinunternehmer schlicht nicht leistbar, europaweit nach geeigneten Bankpartnern zu suchen. Außerdem befinden sie sich gegenüber den Banken in einer schlechteren Verhandlungsposition als die großen Ketten. Die Kommission muss sich von diesem Regulierungsirrweg abwenden und ihren Entwurf grundlegend überarbeiten. Wettbewerb ja – aber fair muss er sein.“

Der mittelständische Einzelhandel steht schon seit langem unter großem Druck, kann mit den Gewinnmargen der großen Ketten kaum mithalten. Das Resultat sieht man in vielen deutschen Innenstädten: Filialhändler oder Ein-Euro-Läden wohin man blickt. Kleinere Händler findet man fast nur noch in Randlagen, wenn es sie denn überhaupt noch gibt. Dazu sagt Both: „Die EU-Pläne werden den Trend zur Angleichung der Innenstädte noch beschleunigen. Man sieht ja schon heute in den Fußgängerzonen der meisten Städte die immer gleichen Ketten und Logos. Dies kann jedoch nicht im Sinne der Kommission sein.“

Die Ausgabe 2/2013 des GewerbeReport geht heute in Druck!

ESD Mitglieder und Abonnenten können sich u.a. auf folgende interessante Themen freuen:

  • Wahlcheck 2013: Was die Parteien für die kleinen und mittleren Unternehmen tun wollen
  • Die Vermögenssteuer - Der falsche Weg
  • Wohngeschäftshaus: Fiskus sponsert Finanzierung
  • Das ESD-Vorteilspartnerprogramm: Rabatte und Sondertarife für Mitglieder
  • und viele Informationen mehr aus den Bereichen Wirtschaft | Finanzen | Politik | Steuern | Betriebsorganisation | Recht | EDV/IT | Marketing etc.

Schon neugierig? Hier geht´s vorab zur Leseprobe: http://www.gewerbereport.de/Leseprobe/

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