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ESD AKTUELL | Fachkräftemangel trifft vor allem den Mittelstand

ESD AKTUELL | Fachkräftemangel trifft vor allem den Mittelstand

27. Juli 2026

Sieben von zehn offenen Stellen, die rechnerisch nicht besetzt werden können, entfallen in Deutschland auf kleine und mittlere Unternehmen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft. Untersucht wurden Betriebe mit bis zu 249 Beschäftigten.

Die Zahlen verdeutlichen, wie stark gerade der Mittelstand unter dem Fachkräftemangel leidet. Von 2016 bis 2025 ist die Fachkräftelücke in kleinen und mittleren Unternehmen bundesweit um 51 Prozent gewachsen. Für die betroffenen Betriebe bedeutet das nicht nur zusätzliche Arbeit für die vorhandenen Beschäftigten. Fehlendes Personal kann auch dazu führen, dass Aufträge abgelehnt, Öffnungszeiten eingeschränkt oder notwendige Investitionen und Wachstumsvorhaben verschoben werden müssen.

Ausbildung bleibt ein entscheidender Schlüssel

Eine zentrale Rolle bei der Fachkräftesicherung spielt die betriebliche Ausbildung. Doch auch hier zeigt sich eine problematische Entwicklung: Im Jahr 2023 beschäftigten nur noch rund 18 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen Auszubildende.

Neben unbesetzten Ausbildungsplätzen fehlen gerade kleineren Betrieben häufig die personellen und finanziellen Ressourcen, um selbst auszubilden. Wer mehr Ausbildungsplätze schaffen will, darf deshalb nicht nur an die Unternehmen appellieren. Die Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass Ausbildung für kleine Betriebe organisatorisch und wirtschaftlich leistbar bleibt.

Kleine Unternehmen brauchen bessere Rahmenbedingungen

Der Europaverband der Selbständigen fordert eine Fachkräftestrategie, die die besondere Situation kleiner und mittlerer Unternehmen stärker berücksichtigt.

Dazu gehören weniger Bürokratie bei Ausbildung und Beschäftigung, eine spürbare Begrenzung der Lohnnebenkosten sowie schnellere und verlässlichere Verfahren bei der Einwanderung qualifizierter Fachkräfte. Gleichzeitig müssen die berufliche Bildung gestärkt, Weiterbildung erleichtert und die Voraussetzungen dafür verbessert werden, dass ältere Beschäftigte auf freiwilliger Basis länger im Arbeitsleben bleiben können.

Kleine und mittlere Unternehmen sichern Arbeitsplätze, bilden junge Menschen aus und tragen wesentlich zur wirtschaftlichen Wertschöpfung bei. Bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels dürfen sie deshalb nicht allein gelassen werden.

Den vollständigen Beitrag des Informationsdienstes des Instituts der deutschen Wirtschaft finden Sie hier: 

https://www.iwd.de/artikel/grosse-fachkraefteluecke-im-mittelstand-686098/

ESD AKTUELL | EU AI Act verstehen: Kostenfreies Online-Event für kleine und mittlere Unternehmen

ESD AKTUELL | EU AI Act verstehen: Kostenfreies Online-Event für kleine und mittlere Unternehmen

21. Juli 2026

Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Thema für große Konzerne. Auch Selbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen setzen KI bereits ein, etwa bei der Texterstellung, bei Datenanalysen, in der Kundenkommunikation oder zur Unterstützung interner Abläufe. Mit der europäischen KI-Verordnung entstehen jedoch neue rechtliche Anforderungen, mit denen sich Unternehmen frühzeitig befassen sollten.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Hamburg bietet dazu am 23. Juli 2026 eine kostenfreie Online-Veranstaltung an. Unter dem Titel „EU AI Act verstehen: Was der neue Rechtsrahmen für KMU bedeutet“ erhalten die Teilnehmenden einen verständlichen Einstieg in die europäische KI-Verordnung und ihre möglichen Auswirkungen auf die betriebliche Praxis.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen:

  • Welche KI-Anwendungen kommen im Unternehmen bereits zum Einsatz?
  • Welche Risiken können mit diesen Anwendungen verbunden sein?
  • Welche rechtlichen Anforderungen könnten künftig relevant werden?
  • Wie lässt sich das eigene Unternehmen schon heute sinnvoll vorbereiten?

Die Veranstaltung erläutert außerdem die verschiedenen Risikoklassen des EU AI Acts und zeigt praxisnah, worauf kleine und mittlere Unternehmen beim Einsatz von KI achten sollten.

Termin und Anmeldung

Donnerstag, 23. Juli 2026
15:00 bis 16:00 Uhr
Online und kostenfrei

Weitere Informationen und Anmeldung:

https://digitalzentrum-hamburg.de/eventbrite-event/eu-ai-act-verstehen-was-der-neue-rechtsrahmen-fuer-kmu-bedeutet/

Veranstalter ist das Mittelstand-Digital Zentrum Hamburg.

Für Selbstständige und kleine Unternehmen, die KI bereits einsetzen oder erste Anwendungen planen, bietet das Online-Event eine gute Gelegenheit, sich kompakt mit dem neuen europäischen Rechtsrahmen vertraut zu machen.

ESD AKTUELL | Digitale Barrierefreiheit: Kostenfreie Unterstützung für kleine Betriebe

ESD AKTUELL | Digitale Barrierefreiheit: Kostenfreie Unterstützung für kleine Betriebe

01. Juli 2026

Digitale Angebote sollen für möglichst viele Menschen nutzbar sein. Das ist nicht nur eine Frage der Teilhabe, sondern zunehmend auch ein Thema für Unternehmen. Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gelten neue Anforderungen an bestimmte Produkte und Dienstleistungen. Betroffen sein können unter anderem digitale Angebote, Webseiten, Onlineshops oder andere Dienste, die sich an Verbraucherinnen und Verbraucher richten.

Gerade für Selbständige, Kleinstunternehmen und kleine Betriebe ist die Unsicherheit oft groß: Was gilt für mich? Wo fange ich an? Und wie lässt sich digitale Barrierefreiheit mit vertretbarem Aufwand praktisch umsetzen?

Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit bietet hierzu kostenfreie Unterstützung an. Nach eigenen Angaben berät sie Kleinstunternehmen unabhängig und kostenfrei bei der Umsetzung von Barrierefreiheit. Zugleich stellt sie klar, dass sie keine Prüfungen durchführt; die Überwachung liegt bei der zuständigen Marktüberwachungsstelle.

Kurze Webinare mit konkretem Praxisbezug

Ab Juli 2026 bietet die Bundesfachstelle die Webinar-Reihe „15 Minuten kompakt – kleine Schritte, große Wirkung“ an. In kurzen Einheiten geht es um praktische Einstiege in die digitale Barrierefreiheit. Die Webinare dauern jeweils 15 Minuten, bauen nicht aufeinander auf und können unabhängig voneinander besucht werden. Außerdem werden sie aufgezeichnet und später auf der Website der Bundesfachstelle bereitgestellt.

Geplant sind unter anderem folgende Themen:

  • Kontraste
  • Alternativtexte
  • Überschriften

Damit greift die Reihe genau jene Punkte auf, bei denen viele Betriebe schnell erste Verbesserungen erreichen können: besser lesbare Inhalte, verständlichere Strukturen und eine nutzerfreundlichere Gestaltung digitaler Angebote.

Offene Sprechstunden und individuelle Beratung

Ergänzend bietet die Bundesfachstelle offene Sprechstunden an. Dort können Unternehmen individuelle Fragen stellen und sich themenunabhängig austauschen. Dieses Format findet alle vier Wochen statt und wird nicht aufgezeichnet.

Nach Kapazität sind zudem individuelle Beratungen für Kleinstunternehmen möglich.

Warum sich der Blick auf Barrierefreiheit lohnt

Auch wenn nicht jeder kleine Betrieb unmittelbar verpflichtet ist, alle Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes umzusetzen, lohnt sich eine Beschäftigung mit dem Thema. Digitale Barrierefreiheit bedeutet in der Praxis oft: klarere Texte, bessere Navigation, verständlichere Seitenstrukturen, ausreichende Kontraste und Inhalte, die auch mit Hilfsmitteln besser genutzt werden können.

Davon profitieren nicht nur Menschen mit Einschränkungen. Auch Kundinnen und Kunden, die mobil unterwegs sind, ältere Nutzerinnen und Nutzer oder Menschen, die Informationen schnell erfassen möchten, haben einen Vorteil. Für Unternehmen kann digitale Barrierefreiheit deshalb zugleich ein Beitrag zu besserem Service, größerer Reichweite und professionellerem Außenauftritt sein.

Hinweis des ESD

Der ESD weist seine Mitglieder und interessierte Selbständige auf dieses kostenfreie Angebot der Bundesfachstelle Barrierefreiheit hin. Gerade kleine Betriebe sollten die Gelegenheit nutzen, sich frühzeitig und praxisnah mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Weitere Informationen, Termine und Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf der Website der Bundesfachstelle Barrierefreiheit:

https://www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de/DE/Barrierefreiheitsstaerkungsgesetz/Beratungsangebote#doc6a2a9782153d3d4532610644bodyText3

ESD AKTUELL | Austausch im Europäischen Parlament

ESD AKTUELL | Austausch im Europäischen Parlament

25. Juni 2026

ESD-Vizepräsident Dr. Axel Woeller traf heute den Europaabgeordneten Axel Voss zu einem persönlichen Gespräch.

Axel Voss gehört der CDU und im Europäischen Parlament der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) an. Er ist Mitglied im Rechtsausschuss und befasst sich insbesondere mit Fragen der Digitalisierung, der Künstlichen Intelligenz und der europäischen Rechtspolitik.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen europapolitische Rahmenbedingungen und ihre Auswirkungen auf Selbstständige sowie kleine und mittlere Unternehmen.

Vielen Dank für das gute Gespräch!

ESD AKTUELL | Digitale Souveränität: Warum das Thema für KMU wichtiger wird

ESD AKTUELL | Digitale Souveränität: Warum das Thema für KMU wichtiger wird

08. Juni 2026

Wer hat Zugriff auf meine Daten? Wie abhängig ist mein Unternehmen von einzelnen Software- oder Cloud-Anbietern? Und wie leicht kann ich digitale Lösungen wechseln, wenn sich Anforderungen oder Rahmenbedingungen ändern?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine aktuelle Veröffentlichung der Initiative Mittelstand-Digital zum Thema „Digitale Souveränität von KMU“.

Digitale Souveränität bedeutet, digitale Technologien selbstbestimmt auswählen, sicher einsetzen und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern bewusst steuern zu können. Gerade für Selbständige sowie kleine und mittlere Unternehmen gewinnt das Thema an Bedeutung.

Digitale Werkzeuge sind heute unverzichtbar. Gleichzeitig entstehen häufig Abhängigkeiten von bestimmten Software-, Cloud- oder Plattformanbietern. Diese werden oft erst sichtbar, wenn Preise steigen, Funktionen wegfallen oder ein Anbieterwechsel schwierig wird.

Der Beitrag von Mittelstand-Digital erläutert die Hintergründe und zeigt auf, warum digitale Souveränität zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor wird. Die begleitende Studie beleuchtet unter anderem Datenhoheit, Anbieterabhängigkeiten, europäische Alternativen sowie die wirtschaftliche Bewertung digitaler Entscheidungen.

Aus Sicht des ESD ist das eine interessante Lektüre für Selbständige sowie Inhaberinnen und Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen, die ihre digitale Infrastruktur zukunftssicher aufstellen möchten.

👉 Zum Blogbeitrag:
https://www.mittelstand-digital.de/MD/Redaktion/DE/Artikel/Blog/blog-beitrag-65_digitale-souveraenitaet.html

👉 Zur kostenfreien Studie:
https://www.mittelstand-digital.de/MD/Redaktion/DE/Publikationen/digitale-souveraenitaet.html

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