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MEDIENINFO | ESD E.V. - 24.11.2018

Kampf für die Interessen der Kleinstunternehmen 
Kuni L. Both wurde als Präsident des Europaverbandes der Selbständigen wiedergewählt 

Saarlouis/Berlin. Der Saarlouiser Immobilienkaufmann Kuni Ludwig Both wurde als Präsident des Europaverbandes der Selbständigen Deutschland (ESD) e.V. für die kommenden drei Jahre wiedergewählt. „Wir bündeln die Interessen unserer Mitglieder in einer starken Gemeinschaft und vertreten diese zielgerichtet und engagiert gegenüber der Politik auf Landes- und Bundesebene“, so Both. Als Vizepräsidenten wurden Dr. Dr, h.c. Peter Spary, Dr. Axel Woeller und Rainer Nicolas gewählt. Kuni Both, seit über 40 Jahren als Immobilienmakler und Bauträger selbständig tätig, 

gehörte seit 1998 dem Vorstand des ESD als Vizepräsident an. Im Jahr 2004 wurde er erstmals zum Präsidenten des Verbandes gewählt und jetzt im Amt bestätigt.

Der Saarlouiser Unternehmer kämpft engagiert an vorderster Front für seine Klientel und hat in Berlin das Hauptstadtbüro aufgebaut, von wo aus er mit seinem Vizepräsidenten Peter Spary die Politiker und Beamten mit den Sorgen und Nöten der Klein- und Kleinstunternehmen ständig vertraut macht. „Wir verschaffen uns mit einem kleinen Apparat beharrlich Gehör“, so Both und Spary. Die Klein- und Kleinstunternehmen gehören mit zum Rückgrat der deutschen Wirtschaft, so Both . Er fordert die Politik auf, sich nicht nur in „Sonntagsreden“ dazu zu bekennen, sondern aktiv in Gesetzgebungsprozessen die Interessen dieses Wirtschaftsbereichs mit zu berücksichtigen.

Immer wieder konfrontiert der Europaverband – die Mitgliederbetreuung erfolgt von der Hauptgeschäftsstelle Neunkirchen/Saar aus – die Politik mit seinen Forderungen im Interesse seiner Mitglieder. Auch bestimmte Neuregelungen führt er mit auf sein Engagement zurück. So etwa die Erhöhung der sofortigen Abschreibungsmöglichkeit für geringwertige Wirtschaftsgüter von 400 auf 800 Euro jährlich. Both: „Das entlastet viele Kleinunternehmer.“ Ein dauerndes Ärgernis ist für Both die Höhe der Kontokorrentzinsen, die bis zu 15,5 Prozent reichen. Das treffe ESD-Mitglieder im Falle der Inanspruchnahme hart. Both verlangt hier eine Deckelung und eine Obergrenze von sechs Prozent 

über dem jeweiligen Diskontsatz: „Wir reden bei der bisherigen Praxis der Geldbranche hier von Wucher.“ Ferner gehöre der Solidaritätszuschlag („Soli“), 1991 für ein Jahr und ab 1995 unbefristet zur Finanzierung der deutschen Einheit eingeführt, endlich abgeschafft. Weiterhin verlangt der Verband den halben Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive Dienstleitungen und verweist auf das luxemburgische Vorbild, wo nur drei Prozent fällig werden. Ein solcher Schritt würde auch die Schwarzarbeit zurückdrängen. Ein Ärgernis für den Europaverband ist auch „die Aufblähung der Zahl der Mitglieder des Bundestages“. Hier müsse eine Begrenzung eingeführt werden. Dringend nötig sei, so der ESD-Präsident, eine Verringerung der Grunderwerbssteuer: Hier lägen das Saarland und Berlin mit 6,5 Prozent bundesweit an der Spitze: „Maximal drei Prozent müssen die Obergrenze sein.“

 

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