ESD MEDIENINFO | Bürokratieabbau muss für kleine Betriebe spürbar werden

ESD MEDIENINFO | Bürokratieabbau muss für kleine Betriebe spürbar werden

Saarbrücken/Berlin, 6.11.2025. Der Europaverband der Selbständigen – Deutschland (ESD) e.V. sieht im gestrigen Kabinettsbeschluss der Bundesregierung zum Bürokratieabbau einen richtigen Ansatz, betont jedoch, dass die Maßnahmen für Soloselbständige sowie kleine und mittelständische Unternehmen bislang nicht ausreichen. Timo Lehberger, Präsident des ESD, erklärt:
Die beschlossenen Maßnahmen zum Bürokratieabbau gehen in die richtige Richtung. Entscheidend ist jedoch, dass die angekündigten Entlastungen schnell und verbindlich im Alltag der Betriebe spürbar werden. Viele Selbständige und kleine Unternehmen verbringen zu viel Zeit mit Dokumentationspflichten und Meldeverfahren. Zeit, die sie ihrer eigentlichen Arbeit widmen müssten. Genau hier braucht es konkrete Vereinfachungen, die sofort Wirkung entfalten.“
Aus Sicht des Europaverbandes der Selbständigen ist es notwendig, Berichts- und Nachweispflichten zu reduzieren, digitale Verfahren zu vereinheitlichen und Vergabeverfahren praxistauglich zu gestalten. Gerade Soloselbständige und Kleinstbetriebe benötigen Entlastungen, die ohne zusätzliche Antragswege und Beratungskosten nutzbar sind.
Lehberger weiter: „Unser Ziel bleibt klar. Selbständigkeit und Unternehmertum müssen wieder mit Freiheit, Gestaltungskraft und wirtschaftlicher Perspektive verbunden sein, nicht mit Formularstapeln. Wenn unternehmerische Energie in Verwaltung gebunden wird, verliert Deutschland Innovationskraft und wirtschaftliche Dynamik. Wir erwarten daher, dass der Deutsche Bundestag im weiteren Verfahren gezielt nachschärft und die Maßnahmen für kleine Unternehmen konkret und alltagstauglich ausgestaltet.“
Der ESD wird die parlamentarischen Beratungen in den kommenden Wochen begleiten und konkrete Vorschläge zur Entlastung kleiner Unternehmen einbringen.

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