ESD Positionen

Der ESD bringt die Perspektive der Selbständigen aktiv in die politische Diskussion ein. Mit seinen Positionspapieren bezieht der Verband Stellung zu aktuellen wirtschafts-, sozial- und mittelstandspolitischen Themen und entwickelt konkrete Vorschläge für praxisnahe und zukunftsfähige Lösungen. Hier finden Sie unsere aktuellen Positionen und Forderungen im Überblick.

05.07.2026

WENIGER BÜROKRATIE REICHT NICHT

POSITION DES EUROPAVERBANDES DER SELBSTÄNDIGEN – DEUTSCHLAND (ESD) E. V. ZUM „PROGRAMM FÜR AUFSCHWUNG UND BESCHÄFTIGUNG“ VON CDU, CSU UND SPD

Der Europaverband der Selbständigen – Deutschland (ESD) e. V. begrüßt grundsätzlich die im „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ vorgesehenen Ansätze zum Bürokratieabbau und zur Beschleunigung von Verwaltungsverfahren.

Gleichzeitig macht der Verband deutlich, dass echte wirtschaftliche Entlastung nur gelingt, wenn auch hohe Lohnnebenkosten und Energiepreise dauerhaft gesenkt werden. Der ESD fordert unter anderem den Erhalt der Minijobs, Wahlfreiheit bei der Altersvorsorge Selbstständiger, gleiche Wettbewerbsbedingungen für tarifgebundene und nicht tarifgebundene Unternehmen sowie einen spürbaren Abbau von Bürokratie und Berichtspflichten.

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25.06.2026

Altersvorsorgepflicht für Selbstständige:
Absicherung ja, GRV-Zwang nein

Position des Europaverbandes der Selbständigen – Deutschland (ESD) e.V. zur Umsetzung der Empfehlung 22 der Rentenkommission

Der ESD befürwortet eine verpflichtende Altersvorsorge für Selbstständige, lehnt jedoch einen generellen Zwang zur gesetzlichen Rentenversicherung für neu gegründete Unternehmen ab.

Stattdessen spricht sich der Verband für eine verbindliche Mindestabsicherung mit echter Wahlfreiheit aus. Selbstständige sollen selbst entscheiden können, ob sie ihre Vorsorge über die gesetzliche Rentenversicherung oder ein rechtlich geschütztes, kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot aufbauen. Gleichzeitig fordert der ESD einen uneingeschränkten Bestandsschutz für bereits Selbstständige sowie flexible, einkommensabhängige Beiträge, die der wirtschaftlichen Realität unternehmerischer Tätigkeit gerecht werden. Ziel ist eine verlässliche Altersvorsorge, ohne die unternehmerische Freiheit unnötig einzuschränken.

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25.06.2026

Minijobs weiterentwickeln statt abschaffen

Position des Europaverbandes der Selbständigen – Deutschland (ESD) e.V. zur Umsetzung der Empfehlung 26 der Rentenkommission

Der ESD spricht sich gegen eine pauschale Abschaffung des steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus von Minijobs aus.

Nach Auffassung des Verbandes erfüllen Minijobs eine wichtige Funktion für Beschäftigte und insbesondere für kleine und inhabergeführte Unternehmen, da sie flexible Arbeitsmodelle und die Abdeckung begrenzter Arbeitsvolumina ermöglichen. Anstatt diese Beschäftigungsform abzuschaffen, fordert der ESD eine gezielte Weiterentwicklung: Altersvorsorgelücken sollen dort geschlossen werden, wo sie tatsächlich bestehen, während bereits sozial abgesicherte Beschäftigte weiterhin rentenversicherungsfreie Minijobs ausüben können. Gleichzeitig setzt sich der Verband für den Erhalt der bürokratiearmen Abwicklung, den Abbau von Hürden beim Übergang in reguläre Beschäftigung sowie für eine konsequente Bekämpfung von Missbrauch ein. Ziel ist es, Beschäftigung zu sichern, Bürokratie zu vermeiden und praxistaugliche Lösungen für den Arbeitsmarkt zu schaffen.

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Unsere politische Arbeit lebt vom Dialog.

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